Gefahren durch Schimmelpilze

Schimmel ist der umgangsprachliche Begriff für Schimmelpilze, sie sind ein natürlicher Teil unserer Um-

welt und normalerweise harmlos. Übersteigt eine Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß dann

kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen kommen.

Schimmelpilze können sich auf unterschiedlichste Weisen

auswirken:

  • allergene Wirkungen - hängt vom allergenen Potenzial 

          der Schimmelpilzsporen ab

  • toxische Wirkungen - Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen sowie die Zellwandbestandteile

          (Glukane) die toxisch wirken können

  • infektiöse Wirkungen - sie spielt vor allem bei immun-

          geschwächten Menschen eine Rolle

  • Geruchsbelästigung - sie kann die Lebensqualität beträchtlich beeinflussen

          

          

 

 

Die Ursachen für Schimmelpilze

Es gibt etliche Ursachen für die Entstehung von Schimmelpilzen: Baufeuchte in Neubauten, Mängel an der

Baukonstruktion, nicht ausgetrocknete Wasserschäden ect.. Doch sehr oft ist die Ursache falsches Nutzer-

verhalten, z.B. falsches- oder zu weniges Lüften, ungenügendes Heizen, zu geringe Wandabstände bei

Möbeln usw.. Für Wachstum und Vermehrung benötigen Schimmelpilze neben geeigneter Nahrung aus-

reichend Wasser. Ohne Feuchtigkeit gedeiht kein Schimmel. Auch in Gebäuden können Schimmelpilze

nur dort zum Problem werden, wo es übermäßige Feuchtigkeit gibt. Betroffen sind erschreckend viele

Wohnungen: In Millionen deutschen Wohnungen machen sich Schimmelpilze als unerwünschter Unter-

mieter breit.

Abgesehen von der Baufeuchte haben die Bewohner von Energiesparhäusern eher selten unter Schimmel-

problemen zu leiden. Denn erstens sorgt die hier meist vorhandene Lüftungsanlage normalerweise für

gute Luftqualität. Und zweitens fehlt in gut gedämmten Häusern die häufigste Ursache für Schimmel-

probleme: die kalte Wandfläche.

Die meisten Schimmelprobleme treten im Winterhalbjahr auf der Innenseite kalter Außenwände auf.

Dort haben die Mikroorganismen gute Wachstumsbedingungen, weil sich an der Oberfläche Feuchtigkeit

sammelt. Meist kommt dieses Wasser nicht infolge eines Wasserschadens aus der Wand, sondern aus

der Luft. Es ist das Nass, das beim ganz normalen Bewohnen eines Hauses tagtäglich verdunstet, zum

Beispiel beim Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen. Küchen, Bäder und Schlafräume sind darum

besonders gefährdet.

Schuld daran, dass sich dieses Wasser an den kalten Wänden niederschlägt hat physikalische Gründe:

Warme Luft kann viel mehr Wasser aufnehmen als kalte. Wenn sich feuchtwarme Luft anschließend ab-

kühlt, kondensiert der in ihr enthaltene Wasserdampf in Form kleiner Wassertröpfen.

 

Grundsätzlich ist eine fachgerecht angebrachte Wärmedämmung die beste Vorbeugemaßnahme gegen

Schimmel, sie sorgt nicht nur für ein besseres Raumklima, sie sparen außerdem Heizenergiekosten.

Sehr wichtig ist ein richtiges Lüftungsverhalten.

Stoßlüftung entfernt Feuchtigkeit und bewahrt Wärme. Damit die

Feuchtigkeit aus den Räumen entweichen kann, sollte regelmäßig

gelüftet werden. Die einfachste und sinnvollste Methode zur Feuchtig-

keitsreduzierung ist die so genannte Stoßlüftung. Dazu werden die

Fenster kurzzeitig vollständig geöffnet, wenn dann noch die Türen

geöffnet sind und ein Durchzug entsteht, ist ein intensiver Luftaus-

tausch sichergestellt. Ein Dauerlüften durch angekippte Fenster ist

zumindest in der kalten Jahreszeit völlig ungeeignet für einen

Luftaustausch. Bei der Dauerlüftung über gekippte Fenster kühlen

die Wandoberflächen im Bereich der Fenster so stark aus, dass es

gerade da oft zu Schimmelpilzbildung kommt.

 

Da kein Haus und kein Wohnraum dem anderen gleicht, lassen sich

nur allgemeine Empfehlungen zur Intensität der Lüftung geben:

Normal genutzte Wohnungen sollten während der Heizperiode zwei-

bis dreimal täglich durch kurzes intensives Lüften entfeuchtet werden.

Falsch ist die Ansicht, dass es in der kalten Jahreszeit, bei Nebel,

Regen oder Scnee zu feucht sei, um wirksam lüften zu können.

Die Luft ist im Freien zwar feucht, sie trocknet jedoch auf dem

Weg durch die - wärmeren - Wohnräume und nimmt dann zu-

sätzlich Feuchtigkeit mit nach draußen.

 

Richtiges Heizen spart Energie und Geld.

Wer nachts oder bei längerer Abwesenheit die Raumtemperatur

verringert, spart Energie und Geld. Hierbei sollte jedoch eine

Mindesttemperatur von 16° Celsius eingehalten werden, da es

sonst zur Kondensation von Feuchtigkeit kommen kann. Deshalb

sollte man auch ungenutzte Räume leicht heizen, um Schimmel-

pilzbildung vorzubeugen. Wer eher zu wenig als zuviel heizt, sollte

darauf achten, gleichmäßig zu heizen: Kühle Räume sollten nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden. Denn so schlägt sich die warme, feuchte Luft in dem ungeheizten Raum nieder. Die relative Luftfeuchte steigt dann und erleichtert so das Wachstum von Schimmelpilzen. Besser in allen Räumen das Thermostat auf die gleiche Stellung einstellen.

 

Schimmel pilze sollten von Fachleuten beseitigt werden.

Bei Verdacht eines Schimmelbefalls müssen die betroffenen Räume genau untersucht werden.

Werden Schimmelpilzquellen entdeckt, muss der Ursache nachgegangen werden. Erst danach empfiehlt

es sich fachgerechte Sanierungsmaßnahmen einzuleiten. Es ist nun mal nicht ausreichend, den sicht-

baren Schimmelbefall oberflächlich zu bekämpfen oder einen befallenen Bereich ohne fachmännisch

ausgeführte Sanierung austrocknen zu lassen, denn es muss auch häufig mit einer Gesundheitsge-

fährdung durch abgestorbene Mikroorganismen gerechnet werden. 

Sollten Sie Probleme mit Schimmelpilzen haben,

dann wenden Sie sich an uns, wir sind ein zertifizierter Betrieb mit Sachkundenachweis, erworben durch

die Teilnahme von Jens-Uwe Bollmann im Seminar Sachkunde (TÜV) "Schimmelpilze in Innenräumen-

Erkennen, Sanieren und Vermeiden" beim TÜV Rheinland.

Hier einige Fotos einer Schimmelpilzsanierung

Innendämmung mit Dämmkeilen an kalten Innenecken

Weitere Informationen unter:

www.enviromed.de

www.schimmelpilz-sanieren.de

www.hausbau-ratgeber.de

 

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